Allgemeine Beschreibung des Projekts / Was wir wollen

Die „Parkskulptur 2004“ des Künstlers Vollrad Kutscher auf dem Dern'schen Gelände, mit dem zentralen Marktplatz in Wiesbaden, besteht aus Edelstahlgitterkugeln auf einem Erdhügel. Der kreisrunde Hügel wird jedes Jahr mit Kürbissen bepflanzt, die im Herbst geerntet und beim inzwischen traditionellen Kürbissuppenfest zur Gaumenfreude werden.

2004 wurde diese Skulptur während des Kunstsommers im Kurpark von der Bevölkerung als ihre Lieblingsskulptur ausgewählt und angekauft. Sie ist eines der Langzeitprojekte des Künstlers und mit der Marktkirche im Hintergrund eine der meistfotografierten Skulpturen Wiesbadens.

Im Gegensatz zu klassischen Skulpturen ist sie, dem Lauf der Jahreszeiten folgend, stets neu und zeigt im Laufe des Jahres spielerisch den Kampf der Natur (Pflanzentriebe) mit der Kultur in Form der geometrischen Gitterkugeln aus Stahl, die zugleich Widerstand, Halt und Schutz für die Pflanzen und Kürbisse bieten. Man kann sie im Kontext mit dem Kürbissuppenfest als eine soziale Plastik im Beuysschen Sinne sehen. Darüber hinaus ist sie ein frühes Beispiel für die einige Jahre später verbreiteten, als „Stadt – Gardening“ realisierten, künstlerischen Eingriffe im öffentlichen Raum.

Kümmerten sich anfangs Schulklassen in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt um die Anzucht der Samen, das Einsetzen der Setzlinge, die Pflege der Pflanzen sowie Ernte und Verarbeitung der Kürbisse, so führte die Verkürzung der Schulzeit zum Abbruch dieser Möglichkeit einer direkten sinnlichen Erfahrung mit der „Agri – Kultur“. Das Grünflächenamt in Absprache mit dem Kulturamt übernahmen in der Folge die Arbeiten. Das vorher direkt am Hügel stattfindende Kürbissuppenfest findet seit geraumer Zeit, wetterunabhängig im Kunsthaus auf dem Schulberg 10 statt.

Zubereitung und Bereitstellung der schmackhaften Suppe liegt seit Jahren in den geschulten Händen des Kürbispaten iba e.V. (www.iba-wiesbaden.de)